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Copilot: Was das Admin Center zeigt
Prompts, aktive Tage und geschätzte Stunden helfen bei der Lizenzentscheidung. Dafür muss klar sein, welche Zahl erfasst wurde und welche aus einer Formel stammt.

Der Copilot-Nutzungsbericht im Admin Center erfasst Prompts und Aktivität. Das Copilot Dashboard in Viva Insights ergänzt Nutzungsmuster und geschätzte Stunden. Für eine Lizenzentscheidung ist entscheidend, wie die jeweilige Zahl entsteht. Nutzungsdaten sind bereits bei kleinen Piloten verfügbar. Tatsächlich eingesparte Arbeitszeit muss sich an der eigenen Arbeit zeigen.
Eine Person schickt einen Prompt ab, eine andere nutzt Copilot jeden Tag. Im Bericht zählen beide als aktiv. Ob die Lizenz ihr Geld wert ist, zeigt diese Zahl allein noch nicht.
Vor der nächsten Rechnung lohnt daher ein genauerer Blick. Wie oft kommt Copilot zum Einsatz? Wofür? Und welche Arbeit spart es? Microsoft liefert dazu mehrere Berichte. Man muss wissen, was die Zahlen darin sagen.
Im Beitrag: Nutzungsdaten · Stundenschätzungen · Kleine Piloten · Eigene Entscheidungsdaten · Mitbestimmung
Prompts und aktive Tage im Admin Center
Der Nutzungsbericht liegt im Microsoft 365 Admin Center unter Berichte → Nutzung → Microsoft Copilot. Das Zeitfenster lässt sich auf 7, 28, 90 oder 180 Tage stellen. Daten eines Tages liegen laut Microsoft in der Regel innerhalb von 48 Stunden vor.
Die Nutzertabelle zeigt Prompts über die erfassten Apps hinweg, zusätzliche Zählungen für Copilot Chat und die letzte Aktivität je App. Die Spalte Active Days hat eine engere Bedeutung: Sie zählt Tage, an denen eine Person Prompts an Copilot Chat abgeschickt hat. Andere Copilot-Aktionen ergeben dort nicht automatisch einen weiteren aktiven Tag.
Auch der Begriff „aktiv“ braucht seine Definition. Das bloße Öffnen des Copilot-Fensters zählt nicht, ein abgeschickter Prompt schon. Bei Loop zählt außerdem das Ansehen von Dokumenten, die der Facilitator in einer Teams-Besprechung erzeugt hat. Aus der Aktivquote allein lässt sich daher keine intensive Nutzung ableiten.
Beim Vergleich zweier Auswertungen müssen Zeitraum, Personenkreis und Metrik zusammenpassen. Microsoft prüft die letzten drei Tage auf Datenlücken und ergänzt fehlende Werte. Frühere Exporte können sich dadurch von späteren unterscheiden. Die Dokumentation des Nutzungsberichts beschreibt diese Grenzen.
Was das Copilot Dashboard ergänzt
Das Copilot Dashboard ist eine eigene Oberfläche in Viva Insights. Es gliedert Copilot-Chat-Prompts unter anderem nach Suchen, Aufholen und Entwerfen. Die englischen Kategorien heißen Ask and find, Catch up sowie Draft and brainstorm. Weitere Kennzahlen zählen konkrete Aktionen, etwa Entwürfe in Word.
Das hilft, den eigenen Aufgabenmix einzugrenzen. Eine Kategorie beschreibt aber noch keine abgeschlossene Geschäftsaufgabe. Für ein einziges Angebot können mehrere Entwürfe und Rückfragen nötig sein. Die Metrik-Referenz von Viva Insights legt fest, was jeweils gezählt wird.
Wie aus Aktivität geschätzte Stunden werden
Im Dashboard stehen auch Copilot assisted hours. Microsoft berechnet sie aus den erfassten Aktionen und festen Zeitansätzen. Für Such-, Zusammenfassungs- und Erstellungsaktionen werden jeweils sechs Minuten angesetzt. Zehn solcher Aktionen ergeben rechnerisch eine Stunde Unterstützung. Wie lange die Arbeit im eigenen Unternehmen mit und ohne Copilot dauerte, wurde damit noch nicht gemessen.
Bei Besprechungen hängt der Wert vom Zeitpunkt der Nutzung ab. Eine Zusammenfassung nach einer halben Stunde zählt zunächst eine halbe Stunde. Greift dieselbe Person nach Ende auf die Zusammenfassung der einstündigen Besprechung zu, zählt die volle Stunde einmal. Mehrere Zugriffe werden pro Person und Besprechung zusammengeführt.
Für den Copilot assisted value wird diese Stundenzahl mit einem Stundensatz multipliziert. Vorgabe sind 72 US-Dollar. Stundensatz und Währung lassen sich im Rechner des Dashboards ändern. Die Zeitansätze stammen aus Microsoft-Studien, darunter eine Suchaufgabe mit 163 Teilnehmern und eine Schreibaufgabe mit 147 Teilnehmern. Es sind keine Messwerte aus dem eigenen Betrieb.
Microsoft bezeichnet die Zahlen ausdrücklich als Schätzungen und zeigt die Rechnung im Dashboard. Einige dieser Kennzahlen hängen zudem von optionalen Diagnosedaten ab. Ohne sie kann die Datengrundlage kleiner ausfallen. Die Dashboard-Dokumentation erklärt Formel und Datenumfang; die zugrunde liegenden Studien beschreiben die untersuchten Aufgaben.
Für eigene Geschäftsergebnisse gibt es den Copilot Business Impact Report als Power-BI-Vorlage. Das Unternehmen lädt dafür monatliche Kennzahlen pro Person hoch. Microsoft empfiehlt eine Auswertung mit mindestens 65 Nutzern mit Copilot und 65 ohne. Der Bericht stellt Nutzung und Ergebnisse gegenüber. Er prüft die Unterschiede nicht auf statistische Signifikanz und belegt keine Ursache. Eine bessere Abschlussquote kann weitere Gründe haben. Diese Grenzen nennt die Anleitung zum Business Impact Report.
Was mit weniger als 50 Lizenzen verfügbar ist
Ein Pilot mit 30 Copilot-Lizenzen hat bereits Zugang zu Adoption und Impact im Dashboard. Dazu gehören Kennzahlen für das Unternehmen und Gruppen sowie HR-Filter.
Für die volle Funktionsfreigabe reichen mindestens 50 zugewiesene Copilot-Lizenzen oder mindestens 50 zugewiesene Viva-Insights-Lizenzen. Die Alternative über Viva Insights gilt unabhängig von der Copilot-Zahl. Damit werden auch Benchmarks, Agenten-Auswertungen im Dashboard, Wochen- und Monatstrends sowie spezielle Ansichten für Führungskräfte freigeschaltet. Entscheidend ist die benötigte Funktion. Die aktuelle Lizenzübersicht je Dashboard-Funktion nennt die Voraussetzungen. Für die grundlegende Auswertung eines Piloten sind keine 50 Copilot-Lizenzen nötig.
Welche Daten für die Entscheidung hinzukommen
Erledigte Aufgaben und Kosten. Prompt-Zahlen zeigen Aktivität. Um Kosten pro erledigter Aufgabe zu bestimmen, braucht es zusätzlich die Zahl brauchbarer Ergebnisse und den Aufwand bis dorthin. Prüfung und Nacharbeit gehören dazu. Ein Vergleich mit einem anderen Abrechnungsmodell braucht außerdem dessen Preise und Betriebskosten.
Qualität bei denselben Aufgaben. Copilot Chat bietet eine Auswahl zwischen Auto, Quick response und Think deeper. Das beschreibt Microsoft in der Übersicht zur Modellwahl. Ein Nutzungsbericht ersetzt damit aber keinen Vergleich: Ob ein günstigeres Modell dieselbe Aufgabe ausreichend gut löst, lässt sich an eigenen Beispielen und festen Qualitätskriterien prüfen.
Verarbeitungsort und Vertragsrahmen. Die beschriebenen Nutzungsberichte weisen keine Verarbeitungsregion je Anfrage aus. Microsoft erklärt, dass EU-Datenverkehr innerhalb der EU Data Boundary bleibt. Die als Unterauftragsverarbeiter eingebundenen Anthropic-Modelle sind laut Datenschutzdokumentation derzeit davon ausgenommen. Diese Zusagen und Ausnahmen müssen zum eingesetzten Dienst passen. Ihre Bedeutung für Residenz und Jurisdiktion ist eine eigene Prüfung.
Zugriff und Mitbestimmung vorab regeln
Microsoft blendet Nutzerdetails in den Berichten standardmäßig aus. Berechtigte Admins können sie einblenden; diese Änderung wird im Purview-Audit-Log erfasst. Das beschreibt Microsoft in der Übersicht der Nutzungsberichte.
Wo ein Betriebsrat besteht, ist die Mitbestimmung bei Einführung und Anwendung zu beachten. Nach dem Bundesarbeitsgericht genügt, dass eine technische Einrichtung objektiv zur Überwachung von Verhalten oder Leistung geeignet ist. Eine Überwachungsabsicht des Arbeitgebers ist dafür nicht nötig. Das betrifft gerade personenbezogene Nutzungsdaten.
Frühe Beteiligung und die Zusage, nur Gruppen auszuwerten, ersetzen keine Einigung über die konkrete Nutzung. Rechtsgrundlagen sind § 87 Absatz 1 Nummer 6 und Absatz 2 BetrVG. Die Auslegung erläutert das Bundesarbeitsgericht im Beschluss 1 ABR 16/23, Randnummer 25.
Eine Zahl für die Verlängerung einordnen
Zehn Suchanfragen ergeben in Microsofts Rechnung eine Stunde. Ob das Team diese Zeit spart, muss sich an der Arbeit zeigen. Wird es schneller fertig? Wie viel muss es prüfen oder neu machen?
Für die nächste Verlängerung helfen diese beiden Angaben: wie die Stunden geschätzt wurden und was das Team damit geschafft hat. Der nächste Schritt führt zu den Aufgaben hinter der Nutzung.
Häufige Fragen
Reicht der Copilot-Nutzungsbericht für eine Lizenzentscheidung? Er zeigt die erfasste Nutzung: Prompts, Tage mit Copilot-Chat-Prompts und letzte Aktivität je App. Für eine wirtschaftliche Bewertung kommen Ergebnisse der eigenen Arbeit hinzu, etwa Bearbeitungszeit und Nacharbeit. Die geschätzten Stunden im Copilot Dashboard ersetzen diese Prüfung nicht.
Wie berechnet Microsoft die Copilot assisted hours? Für die erfassten Such-, Zusammenfassungs- und Erstellungsaktionen setzt Microsoft jeweils sechs Minuten an. Bei laufenden Besprechungen zählt die bis zur Zusammenfassung verstrichene Zeit. Bei einer Nachbereitung nach Ende zählt die volle Dauer. Jede Besprechung zählt höchstens einmal pro Person. Das ergibt eine Schätzung. Der daraus berechnete Geldwert nutzt standardmäßig 72 US-Dollar pro Stunde. Stundensatz und Währung lassen sich ändern.
Was zeigt das Copilot Dashboard bei weniger als 50 Lizenzen? Mit 1 bis 49 zugewiesenen Copilot-Lizenzen sind bereits Adoption und Impact mit Kennzahlen für Unternehmen und Gruppen sowie HR-Filtern verfügbar. Die Lizenzvoraussetzung für alle Dashboard-Funktionen ist ab 50 zugewiesenen Copilot-Lizenzen erfüllt. Alternativ genügen mindestens 50 zugewiesene Viva-Insights-Lizenzen, unabhängig von der Copilot-Zahl. Ein kleiner Pilot lässt sich auch ohne diese Zusatzfunktionen auswerten.
Quellen geprüft am 12. September 2026.
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